Gründe für den einseitigen Zahneingriff von Pfeilverzahnungen in Untersetzungsgetrieben
Bei einigen Herstellern kommt es während der Produktion von Untersetzungsgetrieben häufig zu Überhitzung der Lager bei hohen Drehzahlen. Dies führt zu schlechtem und einseitigem Zahneingriff. Analysen deuten darauf hin, dass dies hauptsächlich mit der Zahnradmontage und der Lagerauswahl zusammenhängt. Pfeilverzahnungen erfordern, dass beide Stirnflächen senkrecht zur Achse stehen und die Ebene, die von den symmetrischen Mittelpunkten der beiden Schrägverzahnungen gebildet wird, ebenfalls senkrecht zur Achse verläuft. Bei der Bearbeitung und Montage können jedoch Fehler auftreten. Wird eine fehlerhafte Pfeilverzahnung auf die Welle montiert, ist die geschlossene Kurve, die von den symmetrischen Mittelpunkten der linken und rechten Schrägverzahnung gebildet wird, keine Ebene senkrecht zur Achse, sondern eine gekrümmte Fläche. Die Rotationsbahn dieser gekrümmten Fläche um die Achse beschreibt zwei unterschiedliche Kurven. Im Betrieb müssen die symmetrischen Mittellinien eines Zahnradpaares übereinstimmen. Daher überlagern sich die symmetrischen Mittellinienkurven dieses Pfeilverzahnungspaares beim Zahneingriff, was zwangsläufig zu einer Überlagerung der Scheitel- und Talwerte und somit zu einer Fehlerakkumulation führt.