Warum gibt es bei Fahrrädern keine Gangschaltung?
Die Vorteile des Kettenantriebs sind: 1. Gute Fehlertoleranz, geringe Anforderungen an die Montagegenauigkeit, wodurch größere relative Abweichungen zwischen Vorder- und Hinterradritzel toleriert werden; hoher Wirkungsgrad von über 0,95 ohne hochpräzise Bearbeitung, während zweistufige Getriebeantriebe in der Regel nur etwa 0,8 erreichen. Die Vorteile des Getriebeantriebs sind: Er kann durch eine gekapselte Bauweise wartungsfrei betrieben werden und ist widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse wie Sonne und Regen. Frühe Fahrradkonstrukteure erwogen den Kardanantrieb. Zunächst zu den Kosten: Damals war die Kette das teuerste Bauteil eines Fahrrads. Eine Kette besteht aus über 400 Teilen. Sie war so teuer, dass alle anderen Fahrradteile zusammen weniger kosteten. Später wurden Kettenstandards standardisiert, was eine automatisierte Massenproduktion ermöglichte. Die Kosten sanken dadurch auf das heutige exorbitante Niveau. Dies führte dazu, dass der Kardanantrieb seinen Kostenvorteil verlor. In puncto Fahrgefühl hat der Kardanantrieb einen großen Nachteil: Er ist schwer. Jeder, der schon einmal ein Mobike gefahren ist, weiß das. Was die Zuverlässigkeit betrifft…