Schrägverzahnte Getriebe mit gehärteten Zahnflanken lassen sich per Fuß- oder Flanschmontage an verschiedene Motoren mit Eingangswelle anschließen. Der Leistungsbereich reicht von 0,12 kW bis 132 kW, das maximale Drehmoment beträgt 16.000 Nm. Mehrstufige Kombinationen ermöglichen extrem niedrige Ausgangsdrehzahlen, und der mechanische Wirkungsgrad liegt bei bis zu 961 TP3T.
I. Vorsichtsmaßnahmen für die Installation und Verwendung von Stirnradgetrieben:
1. Beim Einbau eines Untersetzungsgetriebes ist die korrekte Ausrichtung der Getriebeachse entscheidend. Der Fehler darf den Kompensationswert der verwendeten Kupplung nicht überschreiten. Eine korrekte Ausrichtung verlängert die Lebensdauer und gewährleistet einen optimalen Wirkungsgrad des Getriebes.
2. Das Getriebe muss sicher auf einem stabilen, ebenen Fundament montiert sein. Das Öl in der Ölauffangwanne muss vollständig ablaufen können, und die Kühlluft muss ungehindert zirkulieren können. Ein instabiles Fundament verursacht Vibrationen und Geräusche im Betrieb und kann Lager und Zahnräder beschädigen. Bei Getriebeanschlüssen mit Vorsprüngen oder Zahnrädern bzw. Kettenrädern sind Schutzvorrichtungen erforderlich. Bei hoher radialer Belastung der Abtriebswelle ist eine verstärkte Ausführung zu wählen.
3. Verwenden Sie beim Aufsetzen der Getriebekomponenten auf die Abtriebswelle keinen Hammer. Pressen Sie die Getriebekomponenten stattdessen mithilfe von Montagevorrichtungen und dem Innengewinde am Wellenende mit Schrauben ein. Andernfalls können die inneren Teile des Getriebes beschädigt werden. Vermeiden Sie möglichst starre Kupplungen, da deren unsachgemäße Montage unnötige äußere Belastungen verursachen und so vorzeitigen Lagerschaden und im schlimmsten Fall sogar einen Bruch der Abtriebswelle zur Folge haben kann.
4. Stellen Sie sicher, dass die vorgesehene Montagevorrichtung einen einfachen Zugang für das Personal zum Ölstandsanzeiger, zur Entlüftungsschraube und zur Ablassschraube ermöglicht. Überprüfen Sie nach der Montage sorgfältig die korrekte Einbaulage und den festen Sitz aller Befestigungselemente. Das Getriebe muss sich nach der Montage frei drehen lassen. Das Getriebe ist mit einer Ölbadschmierung ausgestattet. Vor der Inbetriebnahme muss die Entlüftungsschraube entfernt und durch eine neue ersetzt werden. Prüfen Sie je nach Einbaulage den Ölstand durch Öffnen der Ölstandsschraube. Füllen Sie Öl nach, bis es aus der Öffnung der Ölstandsschraube austritt. Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass der Ölstand korrekt eingestellt ist, kann ein Leerlauflauf von mindestens 2 Stunden durchgeführt werden. Der Lauf muss ruhig und ohne Stöße, Vibrationen, Geräusche oder Ölaustritt erfolgen. Beheben Sie etwaige Abweichungen umgehend.
Der Ölstand sollte nach einer gewissen Zeit erneut überprüft werden, um mögliche Leckagen am Gehäuse zu verhindern. Bei zu hoher oder zu niedriger Umgebungstemperatur kann die Schmierölsorte gewechselt werden.
II. Inspektion und Wartung von Stirnradgetrieben:
Neu in Betrieb genommene Getriebe werden werksseitig mit Hochdruck-Industriegetriebeöl der Spezifikation L-CKC100 bis L-CKC220 gemäß GB/T5903 befüllt. Der erste Ölwechsel sollte nach 200 bis 300 Betriebsstunden erfolgen. Im weiteren Verlauf ist die Ölqualität regelmäßig zu überprüfen und verunreinigtes oder gealtertes Öl umgehend auszutauschen.
Im Allgemeinen sollte bei Getrieben, die über längere Zeiträume im Dauerbetrieb laufen, das Öl alle 5.000 Betriebsstunden oder einmal jährlich gewechselt werden. Auch bei Getrieben, die längere Zeit nicht in Betrieb waren, ist vor der Wiederinbetriebnahme ein Ölwechsel erforderlich. Es darf ausschließlich Öl derselben Marke verwendet werden; Öle anderer Marken dürfen nicht gemischt werden. Öle derselben Marke, aber unterschiedlicher Viskosität, dürfen jedoch gemischt werden.
Warten Sie beim Ölwechsel, bis das Getriebe so weit abgekühlt ist, dass keine Brandgefahr mehr besteht, aber noch warm sein sollte. Denn nach dem vollständigen Abkühlen erhöht sich die Viskosität des Öls, was das Ablassen erschwert. Achtung: Trennen Sie die Stromversorgung des Getriebes, um ein versehentliches Einschalten zu verhindern!
Steigt die Öltemperatur während des Betriebs über 80℃ oder übersteigt die Ölsumpftemperatur 100℃ oder treten ungewöhnliche Geräusche auf, muss der Betrieb eingestellt, die Ursache überprüft und der Fehler behoben werden. Anschließend muss das Schmieröl gewechselt werden, bevor der Betrieb fortgesetzt werden kann.
Die Benutzer sollten angemessene Regeln und Vorschriften für die Nutzung und Wartung des Untersetzungsgetriebes festlegen und sorgfältige Aufzeichnungen über dessen Betrieb sowie über bei Inspektionen festgestellte Probleme führen. Die oben genannten Vorschriften sind strikt einzuhalten.