In modernen Industrieanlagen haben die Fortschritte in der Servomotorentechnologie zu deutlich höheren Drehmoment- und Leistungsdichten geführt, was Drehzahlen von über 3000 U/min ermöglicht. Diese Drehzahlsteigerung hat die Leistungsdichte von Servomotoren erheblich verbessert. Ob ein Servomotor mit einem Untersetzungsgetriebe kombiniert werden muss, hängt daher primär von den Anwendungsanforderungen und den Kosten ab.
1. Verbesserte Leistung: Es ist bekannt, dass eine unzureichende Anpassung der Lastträgheit eine der Hauptursachen für Instabilitäten in der Servoregelung ist. Bei großen Lastträgheiten kann das Quadrat des Untersetzungsverhältnisses genutzt werden, um die optimale äquivalente Lastträgheit für ein bestmögliches Regelverhalten einzustellen. Daher bieten Planetengetriebe aus dieser Perspektive die beste Anpassung für ein optimales Regelverhalten in Servoanwendungen.
2. Verlängerte Lebensdauer der Anlagen: Planetengetriebe können das Problem der nachlassenden Regelgenauigkeit von Motoren bei niedrigen Drehzahlen effektiv lösen. Die Regelbarkeit von Servomotoren nimmt mit sinkender Drehzahl ab, was sich insbesondere bei der Signalerfassung und der Stromregelungsstabilität bemerkbar macht. Durch den Einsatz eines Getriebes kann der Motor daher höhere Drehzahlen erreichen.
3. Reduzierung der Gerätekosten: Aus Kostensicht benötigt ein 0,4-kW-Wechselstrom-Servomotor mit Treiber eine Geräteeinheit. Ein 5-kW-Wechselstrom-Servomotor mit Treiber würde demnach 15 Geräteeinheiten kosten. Durch den Einsatz eines 0,4-kW-Servomotors und Treibers in Kombination mit einem Getriebe lässt sich der gleiche Aufwand von 15 Geräteeinheiten jedoch auf ein Minimum reduzieren. Dies führt zu einer Einsparung von über 501 TP3T an Betriebskosten.