I. Verschiebungskompensation
Die Verschiebungskompensation wird häufig zur Fehlerkompensation bei Einzelwertgenauigkeit eingesetzt.
1. Kompensation des axialen Rundlaufs: Zuerst werden der Rechtwinkligkeitsfehler und die Richtung der Ausrichtung der Lagerpositionierungsfläche auf der Hauptwelle zur Hauptwellenmittellinie gemessen. Anschließend wird der Rundlauffehler der Lagerpositionierungsfläche und die Position ihres höchsten Punktes gemessen. Abschließend wird der höchste Punkt der Lagerpositionierungsfläche so verschoben, dass er mit dem niedrigsten Punkt des Rundlauffehlers der Lagerpositionierungsfläche übereinstimmt. Dadurch wird der axiale Rundlauffehler reduziert.
2. Kompensation des Rundlaufs: Bei auf einer Welle montierten Bauteilen, wie z. B. Zahnrädern und Schneckengetrieben, sind zunächst die Rundlaufwerte des Bauteils am Außendurchmesser und der Welle am Montagepunkt zu messen und die Positionen der jeweils größten Rundlaufabweichungen zu ermitteln. Während der Montage sind die größten Rundlaufabweichungen beider Bauteile so zu verschieben und auszurichten, dass sie um 180° versetzt sind, um den Rundlauffehler teilweise zu kompensieren. Um den Rundlauf am vorderen Ende der Spindel zu reduzieren, sollten die maximalen Rundlaufabweichungen der vorderen und hinteren Lager auf derselben Seite der Spindelachse in derselben axialen Ebene liegen. Der Rundlauffehler des vorderen Lagers sollte dabei kleiner sein als der des hinteren Lagers.
Die beiden ineinandergreifenden Zahnflächen des Schneckenrades und der Schnecke stehen in Linienkontakt, und seine Tragfähigkeit ist wesentlich höher als die des Schrägverzahnungsmechanismus mit versetzter Welle.
Die Kraftübertragung der Spindelheber entspricht einem Spindelantrieb, einem Mehrzahn-Käfigantrieb, was zu einer gleichmäßigen Kraftübertragung und sehr geringer Geräuschentwicklung führt.
Das Schneckengetriebe einer Spindelhebermaschine besitzt eine Selbsthemmung. Ist der Steigungswinkel der Schnecke kleiner als der entsprechende Reibungswinkel zwischen den kämmenden Zähnen, blockiert das Getriebe selbst und kann sogar eine umgekehrte Selbsthemmung erreichen. Das heißt, nur die Schnecke kann das Schneckenrad antreiben, nicht aber umgekehrt. In schweren Maschinen dient diese umgekehrte Selbsthemmung der Sicherheit.
II. Fehlerkompensationsverfahren
Fehlerkompensation ist eine Justiermethode, die durch die korrekte Montage von Bauteilen eine gewisse gegenseitige Aufhebung systembedingter Fehler bewirkt und so die Genauigkeit der Bewegungsbahn der Anlage sicherstellt. In der Instandhaltung von Maschinen werden häufig zwei Fehlerkompensationsverfahren eingesetzt: die Wegkompensation und die umfassende Kompensation.